Dahlhoff - Die Band

Wie der Name schon andeutet, beschäftigt sich die Gruppe seit 2013 ausschließlich mit dem musikalischen Erbe der Küsterfamilie Dahlhoff aus Dinker in Westfalen und der dort gespielten Tanzmusik aus dem 18. Jahrhundert. Auf ca. 1400 Seiten dokumentierten Vater und Sohn Heinrich und Dietrich Dahlhoff, was zu ihrer Zeit, in ihrem Dorf getanzt wurde, Melodien, in die man sich auch heute noch leicht verlieben kann. Michael Möllers, selbst geboren und aufgewachsen in Rheine/Westfalen, gründete deshalb das Quartett in Hannover, wo er heute lebt.

Was wir tun

Dahlhoff - die Band

  • spielt fast ausnahmslos Musik aus der Sammlung Dahlhoff, um die musikalische Eigenart und Vielfalt dieser Familentradition wieder erlebbar zu machen
  • benutzt und respektiert bei der Arbeit alle Dahlhoff-Stimmen und Schreibweisen, um möglichst viel vom melodischen und harmonischen Charakter der Musik wiederzubeleben
  • orientiert sich beim Arrangieren eigener Stimmen an den erhaltenen Originalen
  • vermeidet es, Regeln aus der klassischen Praxis gedankenlos auf die Arbeit mit den alten Melodien zu übertragen
  • spielt auswendig
  • ist sich bewusst, dass die eigene langjährige Beschäftigung mit Volksmusik (irische, amerikanische, schwedische etc. Einflüsse) im Ergebnis nicht spurlos bleiben kann (und soll). Es geht nicht um historische Aufführungspraxis
  • benutzt mit Streichinstrumenten ein ähnliches Instrumentarium wie die Dahlhoffs. Mandoline  und Gitarre (wohl kaum dabei gewesen) erinnern an das belegbare Cembalo, den Generalbass
  • versucht die Tradition aufleben zu lassen, die Musik ins Leben zurückzuholen, ohne sich vom Publikums- und Zeitgeschmack zu Praktiken verleiten zu lassen, die die Quelle nur trüben
  • spielt sozusagen aus reiner Quelle, puristisch, Hardcore-Roots-Folk (kein Pop!!!)
  • bezieht immer den Tanz (Tanzanleitung) als wesentlichen Zweck der Dahlhoff-Musik mit ein.
  • lädt ein zu öffentlichen Proben, bei denen Tanzinteressierte direkt mitmachen können. Einmal monatlich donnerstags in der Weberei der Waldorfschule Bothfeld, Hannover (Wann genau? Siehe Termine).

Niko Lampasiak

Geige, Bratsche

Früher Geigenunterricht, Hausmusik, Quartett-und Orchesterspiel waren für Niko eine gute Grundlage, sich während des Zivildienstes in Schleswig Holstein musikalisch auf die eigenen Beine zustellen: Zur Zeit der Folkbewegung der 70er Jahre (Liederjan, Zupfgeigenhansel, Moin, Hannes Wader etc.) bekam er schnell Anschluss an die Szene und stand bald mit 20 Musikern der "Suhrbrook Family"auf der Bühne.

Neben dem Musikstudium in Bremen machte er in den Folgejahren mit der "Schlaraffenbande", einer Straßenmusik- und Theatergruppe der RAK (Rotzfreche Asphaltkultur), Deutschlands Fußgängerzonen unsicher.

Wieder sesshaft in Hannover, wurde er Mitglied der plattdeutschen Folkgruppe "Lorbaß", mit der er 22 Jahre lang durch Norddeutschlands Clubs zog.

Neue musikalische Impulse brachten die musikalischen Eindrücke im Urlaubsland Schweden (Dalarna): Und von den Spelemannslags, die in alten Heuschobern zum Tanz aufspielten, spannt sich der Bogen zurück zur Musik der Dahlhoffs aus Dinker in Westfalen.

Weitere Bandprojekte:
"Almanach," (1989-93)
"Double Eagle Folk Band" (1995-2011)
"Trio Lampasiak," Salon-und Kaffeehausmusik (seit 1993)

Michael Möllers

Geige, Bratsche, Gesang

Micha beschäftigt sich seit Jugendtagen mit Volksmusik. Die Ursprünglichkeit der Musik und ihr Transport ins Jetzt ("Folk") war es, was ihn immer faszinierte. Dabei fing alles erst mal mit irischer Musik an, angeregt durch den Belfaster Sänger und Banjospieler Michael Hughes, den er im Rahmen einer "Irish Night" im Jugendzentrum seiner Geburtsstadt Rheine 1973 kennenlernte.

Nach wenigen Jahren kamen die ersten Banderfahrungen: Irische Musik mit "Montain Dew", Deutschfolk ("Fundevogel", "Die Jungs vom Baggerloch") und American Old Time ("Chicken Skin String Band" u. a. mit Gerd Schlüter).
Sein Beruf verschlug ihn 1986 Richtung Hannover, wo er schon bald mit "Dereelium" eine der damals profiliertesten deutschen Irish-Folk Gruppen mitbegründete, die Ende der 90er von "Emerald", der aktuellen Band aus Hannover abgelöst wurde.

Mit der Wiederentdeckung der Dahlhoff-Noten ist sein lange schlummerndes Interesse an traditioneller deutscher Musik wieder erwacht. Und in dieser Band trifft er seinen alten Musikkollegen Gerd wieder: Sie hatten sich Anfang der 70er Jahre als Musiker für eine Folkstanzgruppe im Jugendzentrum in Rheine kennengelernt.

Maja Reichelt

Cello

Maja hat ihre musikalischen Wurzeln in der klassischen Musik. Bevor sie elfjährig mit Klavierunterricht begann, wuchs sie mit klassischem Ballet und Musik hörenden Eltern und vielseitig interessierten älteren Geschwistern (Klassik, Jazz, Rock) auf. Erst im Schulmusikstudium in Berlin geriet sie 1984 durch Zufall ans Cello, das sie sofort begeisterte. Es blieb jedoch lange im Schatten des Klaviers. Lediglich für Tanzkompositionen ihrer Mutter Fe Reichelt (Choreografin) setzte sie es ein.

Private Klavierlehrerin blieb ihr Hauptberuf. Im Jahr 2000 verordnete sie sich ein Jahr Pause – auch vom Klavier – und lernte autodidaktisch Gitarre und u.a. Geige, wobei sie auf ihr ausschließlich appalachische Fiddle-Tunes spielte. "Funny Bones" (2 Geigen, Cajon und Tablas) hieß die Berliner Straßencombo mit James Andres. Aber natürlich blieb das Klavier nicht ganz vergessen (Unterricht bei Alexander Malter).

Erst Ende 2012, nachdem sie schon vier Jahre in Hannover lebte, wurde sie von Michael Möllers auf das Dahlhoff-Projekt aufmerksam gemacht und gefragt, ob sie mit Cello einsteigen wolle. Sie nahm mit Begeisterung an. Hier konnte sie zum ersten Mal klassische und folkige Elemente zusammen bringen, was für sie nach wie vor den Reiz dieser Musik ausmacht.

Alex Peters

Mandoline und Gitarre

Alex kam in den AGs der Kooperativen Gesamtschule Sehnde über seinen Musiklehrer mit Folk in Berührung. Bleibenden Eindruck hinterließen die ersten Windros-Festivals in Schwerin. Ansonsten ist er ein echtes Multitalent, das sich im R&B (leider schon wieder aufgelöst: the brightbags) wie im Jazz (sixte ajouté) als auch am E-Bass austobt. Bei Dahlhoff - die Band spielt er seit dem Ausfall von Gerd Schlüter Mandoline und Gitarre.

Ortrud Onasch

Tanzanleitung

Bei der Tanzgruppe Leineweber lernte Ortrud 1988 das gemeinsame Tanzen und Musizieren von Tänzen aus verschiedenen Ländern kennen.

 1992 gründete sie mit anderen zusammen das TANZHAUS HANNOVER und war in der Organisation lange engagiert. Außerdem spielte sie in der Musikgruppe Leineweber - nicht nur im TANZHAUS - zum Tanz auf. Die Tänze werden abwechselnd von den MusikerInnen erklärt.

 Es folgte die Ausbildung zur Tanzleiterin bei der LAG Tanz Niedersachsen. Schwerpunkt sind u. a. Tänze aus Israel, Frankreich und Südosteuropa. Aber wo werden Tänze aus der eigenen Tradition - also aus Deutschland - mit Lebendigkeit getanzt? Diese faszinierende Suche geht jetzt weiter mit den Dahlhoff-Tänzen!

 Weitere Tanzprojekte:

  • Kurse und Workshops für Kinder an der Musikschule Ostkreis Hannover, Lehrte (1993 – 2007)
  • Offene Tanzabende für Erwachsene „Tanz auf dem Berge“ mit der Musikgruppe Jelemo, Hildesheim (seit 2005)
  • Kurse für Menschen mit Behinderung auf dem Gut Adolphshof, Hämelerwald (seit 2005)
  • Tanzgruppe für Erwachsene „Tänze aus aller Welt“, Lehrte (seit 2006)
  • KINDERTANZHAUS, Hannover (seit 2008)